london, london, london und der rest

Freitag


Charlotte und ich haben Lebkuchen gebacken! Total tolle!

Danke an Max fürs Gewürz-schicken




 

Samstag


LONDON wir kommen


Obwohl ich mit 5.15 h vermutlich die erste gewesen bin, die aus dem Bett gekrochen ist, hätte ich es fast geschafft, den Zug zu verpassen (wir konnten nur diesen einen nehmen). Ich musste also zu früher Stunde wie ein Wahnsinnige zur Hale Train Station mit 2 großen Taschen galoppieren und konnte gerade noch durch die halbgeschlossenen Türen in den Zug springen. Wenn das nicht ein guter Start in den Tag war.


Die restliche Zugfahrt verbrachte ich zusammen mit Charlotte, Eliane und Maren recht unspektakulär-gemütlich. Am Bahnhof London Euston trafen wir dann Ann-Kathrin, die mit einem anderen Zug gekommen war, und zu unserer Überraschung, Kylie, die Amerikanerin, die auch in Ann-Kathrins Dorf wohnt. Natürlich fragten wir uns, was Kylie hier mache, schließlich war sie nicht eingeplant in unserem Trip, hatte auch keinen Hostelplatz. Die Antwort war dramatisch: Sie war von ihrer Familie von heute auf morgen ohne Grundangabe gefeuet worden und suchte in London nach einer neuen Gastfamilie. Oh man, die Arme.


Wir trennten uns nach diesem kurzen Newsaustausch also von Kylie und machten uns auf dem Weg zum Hostel. Dieses war zentral und für Londonverhältnisse recht günstig – da muss man wohl Qualitätsabstriche machen. Wir fanden uns also in einem maximal 15 Quadratmeter großem 12 Bett Zimmer mit Gefängnisflair vor. Kein Platz, wacklige Betten, keine Fenster, dreckig-blauer boden, ungewaschenes Bettzeug, Neonlicht, Farbgestank, Toiletten nicht sonderlich toll. Naja. Man schläft ja nur da ^^ Verdrängt :D


Wir starteten also unser Sightseeing Programm. Kraxelten 530 Stufen auf die höchste Plattform der St. Paul’s Cathedral (85Meter) hoch und wurden mit einem tollen Ausblick belohnt. Danach warfen wir einen Blick auf den Tower of London und spazierten über die Tower Bridge, lugten kurz in das Luxuskaufhaus Harrod’s hinein und machten uns völlig erschöpft und fußermüdet auf in Richtung Hydepark (es klingt zwar alles gar nicht so viel, aber man muss dafür viel laufen, selbst wenn man, wie wir, fleißig die Tube-Tageskarte nutzt).


Im Hydepark sahen wir das Winter Wonder Land, eine Mischung aus Kirmes und Weihnachtsmarkt. Wir gönnten uns Glühwein und gebrannte Mandeln und beobachteten betrunkene Engländer, die zu „Anton aus Tirol“ schunkelten (sie lieben ja  „bavarian oom-pah music“ – natürlich nur mit ner guten german bratwurst). emotion 


Abends suchten wir eine Pub auf; um 12 Uhr trennten wir uns: Charlotte, Eliane und ich waren müde und legten uns in unsere Bett (wenn man es als solches bezeichnen kann) und Maren, Ann-Kathrin und Kylie blieben noch ein paar Stündchen (Kylie war nach ihren Job interviews wieder zu uns gestoßen – die anderen beiden haben sie abends heimlich zu uns ins Hostel geschmuggelt).







 


Sonntag


Nachdem wir unsere Sachen im Gepäckraum verstaut hatten, machten wir uns auf, um um 10 Uhr den Horse Guards Wachenwechsel zu sehen und danach Buckingham Palace zu bestaunen. Außerdem schauten wir uns Picadilly Circus, Big Ben, Trafalgar Square und Westminster Abbey an.


Nach einem Spaziergang an der Themse und einem Pizza Lunch teilten wir uns wieder auf – ich ging  mit Kylie und Charlotte ins Tate Modern, ein Museum für moderne Kunst. Hat mir gut gefallenemotion


Das Shakespeare Museum, das ich gerne gesehen hätte, haben wir nichtmehr geschafft, dafür aber noch kurz das total tolle Künstlerviertel Covent Garden samt seinen kleinen Läden und Ständen angeguckt.


Meine Füße waren hoffnungslos plattgelatscht; es ging zum Endspurt: im Hostel Gepäck einsammeln, zum Euston Bahnhof laufen, auf den Zug warten und einsteigen. Maren, Eliane, Charlotte und ich waren in einem Zug; Ann-Kathrin und Kylie mussten einen anderen nehmen.


Obwohl wir 4 eigentlich alle meinten, dass wir so kaputt sein werden und im Zug nur schlafen würden, haben wir uns die folgenden 2einhalb Stunden nur totgelacht und den ganzen Zug genervt. Müdigkeit macht eben manchmal albernemotion


So endete ein tolles London Wochenende.





Die Woche


Ich kann ja anscheinend auch keinen Städtetrip machen, ohne krank zu werden, jedenfalls begann meine Woche mit einer fetten Erkältung. Montag ging ich noch zur Sprachschule, musste mich danach aber erst mal wieder hinlegen, weil mir auch noch schlecht war.. Dienstag wollten die anderen bei Maren backen, aber ich wollte mich lieber auskurieren und mich auf mein Bewerbungsgespräch via Skype am Mittwoch vorbereiten. Außerdem kam an diesem Tag mein total toller schöner wunderbarer Adventskalender von Max (ENDLICH!) und das Päckchen von meiner Familie (Spekulatius, Printen, Nikoläuse, Zahnpasta, creme… was man als Au Pair so braucht :-) ).


Mittwoch hatte ich dann mein Vorstellungsgespräch; ich glaube, ist ganz gut gelaufen. Es per Skype zu machen hat soo viele Vorteile – ich hatte meine Jogginghose unterm Kleid anemotion


Uuund morgen – ziehen wir um. Erghs emotionMusste heute also alle meine Sachen packen.

Habe bis Montag auch kein Internet mehr!


Grüüüüüüüüüüüüüüüüüße an alle! in 12 Tagen bin ich bei euch emotion



Ganz viele neue Fotos :-) +klick+

8.12.10 18:20


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kino, kiefersperre, londonplanung, weihnachtsmarkt und der erste schnee

Samstag


Nachdem ich am Freitag Abend einer Harry Potter 7 Part1 Vorstellung mit zig anderen Au Pairs beigewohnt hatte, machte ich mich am Samstag Morgen auf, um mit Eliane, Maren und Ann-Kahtrin bei Charlotte zu frühstücken. Zweck des Treffens war es nicht nur, Brötchen (oder was der Engländer dafür hält), Croissants, Baguette, Käse, Schminken, Joghurt, Früchte, Kekse, Nutella und Honig zu verputzen, sondern auch London zu planen! Wir haben uns einen genauen Zeitplan gemacht, was wir so sehen wollen – auch wenn manch einer ansatzweise der Meinung war, man könne das auch alles mehr oder weniger spontan machen, ich wollte alles planen Ich meine, wir sind nur anderthalb Tage in einer riiiesigen Stadt mit 6412549600 Möglichkeiten!


Wir haben auch was gutes hinbekommen, es sind u.a. Tower Bridge, Hyde Park, Westminster Abbey, Big Ben, Buckingham Palace, Tate Modern und Shakespeare Museum geplant. Ich frrrreu mich so!


Danach war ich mit Charlotte Backzutaten kaufen. Wir wollten bei ihr (sie hatte übrigens sturmfrei) Bananen-Schoko-Marzipan-Muffins backen! Teils, weil wir backen wollten, teils, weil unsere Sprachschullehrerin am Sonntag Geburtstag hatte.


Man sollte meinen, dass das Backen reibungslos ablaufen würde, da wir uns beide schon im Alleingang mit anderen Backwaren bewiesen hatten, aaaber neeein – es wurde ein (lustiges) Chaos!


Ich habe aus Versehen das kochende Wasser des Wasserbades in die geschmolzene Schokolade geschüttet, wir haben danach einfach noch alles was da war in den Teig befördert („acha, nochn bisschen Jogurt… noch ne Banane? Wir haben auch noch Marzipan über!" ) . Charlotte hätte fast noch den Löffel mitpüriert und wir mussten feststellen, dass wir bestimmt son ¾ Kilo Teig hatten. Aus diesem wurden dann anstatt 30 geplanten Muffins 36 Muffins UND 2 Kuchen hergestellt.


Als dann noch die Schokolade für die Glasur fast verbrannt wäre, beschlossen wir, die U-Bahn Stationen für den London Trip auszuklamüsern. War ne ziemlich gute Idee, da man dauernd umsteigen muss!


Der Tag war jedenfalls lustigemotion



 Kuchen emotion



Seit Donnerstag Mittag hatte ich übrigens ätzenderweise eine Kieferverspannung, sodass ich meinen Mund kaum öffnen konnte. War ziemlich ätzend, aber zum Glück haben sich die Muskeln wieder von alleine gelockert! Samstag war es schon etwas besser.


Abends habe ich per Webcam Max, Renée, Annika, Meike, Domme und Raphael beim Glühweintrinken zugeguckt emotion Die Wunder der Technik, eine Liveschaltung in Max‘ Küche.



Sonntag

 

Am Sonntag machten wir uns auf, um uns von unserer 80-Jahre alten Sprachschulleiterin durch Manchester führen zu lassen; an Plätze, die man selber noch nicht erkundet hat (die große Rathaushalle, ne uralte Bibliothek, eine große Kathedrale…undundund). Danach waren wir beim All you can Eat Buffet im Chinatown und daaanach sind wir über’n Weihnachtsmarkt gelaufen. Das hat wenigstens ein klitzekleines bisschen  Weihnachtsstimmung kreiert. Aber ne eigene Weihnachtsmarktkultur haben die Engländer nun wirklich nicht – vorwiegend deutsche Stände, die mit german bratwurst locken, und einige französische und holländische. Aber eigentlich alles nur abgekupfert, die Langweiler!emotion





 

Montag


Es wiiird kaaaalt…

Ich war mit Hari eigentlich den ganzen Tag alleine, da Uma erst gegen 22 Uhr heimkam. Wir haben Cap und Capper geguckt


Dienstag


Schneeeeeee!! Heute war’s endlich mal weiß draußen.  Hatte Recht viel Freizeit heute, da Hari ja dienstags eine Stunde länger in der Schule bleibt.





Ausblick aus unserer Tür, 8 Uhr morgens.


Liebste Grüße nach Essen, ich hoffe, ihr hattet, verehrte Leser, auch ein wunderbares Wochenenden, ohne Kieferschmerzen und mit einem schönem ersten Advent (von Advent bekommt man hier absolut NIX mit).



in 4 Tagen bin ich in London, in 20 Tagen zu Hause!!emotion



30.11.10 23:00


neue geschichten von eurem lieblings au pair (hoffe ich mal :D )

Oh du meine Güte, ich bin aus dem Blogtrott rausgekommen, ich habe schon ewig nix mehr geschriebenemotion


Falls jetzt trotzalledem noch jemand diese Seite aufruft – ein Zwischenbericht (ungeordnet & unvollständig, aber wir wollen mal nicht kleinlich werden).emotion


 

Was ist also passiert?emotion



-  Ich bringe Hari vernünftige Kinderfilme näher (anstatt von albernen „modernen“ Quietschcartoons); Dschäsmin führt die guten alten Disneyfilme via Youtube ein. 101 Dalmatiner und König der Löwen standen auf dem Programm… Hakuna Matata!


-  Meine Backwut hat sich nicht nur in Muffins und Bananenbrot, sondern auch in Schokobötchen, Hefeschnecken und Pizza geäußert (habe jetzt ein Kilo frische Hefe kaufen müssen – kleiner ging nicht :D) Zum Glück liebt Hari es auch zu backen.emotion


-  Wir waren 2mal in einem coolen Club, 5th Avenue – spielt Indie, Rock, Alternative, Dance und Elektro


-  Ich habe Max einen Adventskalender gebastelt und werde ihn morgen abschicken


- Charlotte hatte Besuch von ihrem Freund, hab mich mitgefreut, die Glückliche =)


- London Hostel ist gebucht! Die Planung geht in die intensivere Phase.


- Ich stelle fest, dass ich sehr sehr bald eine Woche zu Hause bin =)


- Ich habe 3 Antworten von möglichen Praktikumsstellen bekommen, frage mich bloß, wie und wann ich Vorstellungsgespräche unterbringen soll


- Eliane hatte Geburtstag und wir laden sie Freitag in Harry Potter 7 einemotion


- Ich gucke jede Menge ältere Desperate Housewives folgen (bin grad da, wo Susan mit Ian zusamm is emotionfür kenner) – ich liebe einfach nur BTVision. Das ist so ein On-Demand Programm, so was wie Premiere oder Sky, da kann man sich die Serien und Filme, die man sehen will, angucken, wann immer man will : ) Eigentlich bin ich ja absolut kein Fernsehfan, vom englischen Live Programm hab ich auch keine Ahnung, aber das ist schon praktischemotion


- Renée will mich vielleicht besuchen kommen, ich hoffe sehr, dass das klappt!

 

Nu ja, es sind natürlich noch einige andere Sachen passiert, aber man kann sich ja nicht alles merken bzw. hier reinschreiben.


Das wars für heute =)


Ich freue mich unglaublich auf meine Woche in Deutschland, auch wenn ich mich hier pudelwohl fühle – freue mich  meine Lieblingsmenschen wieder zu sehenemotionemotionemotion


P.S.: Das englische Wetter ist besser als sein Ruf (und laut meinem Windows Sidebar Wetter Plugin auch besser als das Wetter in Essen). Hier regnet es kaum, es ist eher kalt, aber sonnig! Nur, dass es um kurz nach 4 dunkel ist, kann nerven








achja und ich lese in meiner Statistik, dass die tägliche besucheranzahl meines blogs konstant geblieben ist, obwohls 2 wochen nix zu sehen gab. ich bin erfreut emotionemotionemotion

23.11.10 23:24


muffins backen, tee trinken, gym-einheiten, wii spielen und andere alltäglichkeiten. PLUS extraberic

Guten Abend! Die letzten Geschehnisse in Kuuuuuuuuurzform

 

Freitag


Bonfire Night mit Charlottes Gastfamilie, Feuerwerk, Feuerwerk und nochmals Feuerwerk, Guy Fawkes Puppe wird angezündet, Roque Santa Cruz (ein Fußballspieler, den sogar ich kenne – seit Sportfreunde Stillers „Ich Roque "    steht neben uns, wir bemerken es nicht, diskutieren anstatt dessen lieber mit der Schwester von Charlottes Gastvater, also ihrer Gasttante, über kaiserschmarrrrrn german wööööööörstchen, sie ihr ja so gut schmecken. Charlottes Kinder werden müde, Abmarsch, Chandran holt mich von dem Gelände ab und nimmt mich mit zur  Diwalifete, Uma kann leider nicht kommen, da sie seit 8h morgens durcharbeiten muss, es gibt ein fettes indisches Buffet, ich esse tapfer mit der Hand, obwohl ich es immer noch nicht so elegant wie der Rest hinkriege, ich bewundere die schönen traditionellen Gewänder der indischen Frauen und fühle mich pudelwohl.

 

Samstag


Kaffeeplausch mit Charlotte, Ann-Kathrin und einem neu angekommenem Au Pair aus Hamburg, Julia. Halbe Stunde zu Hause, Fitnessstudio, Einführung von unser neuen persönlichen Trainerin / Verantwortlichen / was.auch.immer in die nächste Stufe / den nächsten Trainingsplan / die nächsten Geräte, abends chillen

Zweites Päckchen von meiner Familie angekommen, thank youuuuemotionemotion



Sonntag


Ausschlafen, so gut es geht, Fitnessstudio, Muffins backen + dekorieren, Hari ist furchtbar stolz und betitelt es als das „most exciting event of the weekend“emotion




 

Montag


Uma sagt mir nicht, dass heute eine Maklerin mit möglichen Nachmietern kommt (zur Erinnerung: wir ziehen bald aus), es sieht dementsprechend seeeeehr chaotisch aus, da ich am Wochenende frei habe und die Familie selbst im Haushalt nicht allzu viel tut bzw. chronisch unordentlich ist (hinzukam dass Uma fast das ganze WE durchgearbeitet hat) – Maklerin nach eigener Aussage „geschockt“ , aber nicht meine Schuld / mein Problem, fand sie eh arrogant und unhöflich, emotion  war mir dann auch egal, wer kommt schon direkt nach nem Wochenende, was gleichzeitig noch ein wichtiges Fest für eine indische Familie ist (okay, wusste die Maklerin wohl kaum, aber mir auch EGAL :D Hab natürlich meine Familie verteidigt, auch wenns nicht schön aussah – Solidarität und so ). Freitag wärs noch ordentlich gewesen. Die plausiblen Kunden, ein schwules Pärchen, waren eh viel netter als diese Kröte von Wohnungsbeauftragte.


Ansonsten Sprachschule, Melissa, geburtstaghabende Französin, bringt frische und selbstgemachte Crepes mit, danach Fitnessstudio (wie jeden Tagemotion).

 

Dienstag


Viel Freizeit für mich, die ich zum Mario Kart spielen, Desperate Housewives gucken, Briefmarken kaufen, lesen und ähnliches nutze – Hari hat ja heute länger Schule. Ich stelle fest, dass ich heute 7 Tassen Tee getrunken habe, Verbrauchstendenz steigend :D


Achja, außerdem haben Charlotte und ich im Fitnessstudio unseren ersten Spinningkurs absolviert! Hurray :D


Hari hat gelernt, auf deutsch bis 12 zu zählen. „Ainz, zwai, drrrrei, viiier, fuuuuuuunf, sex, siebn, accccchhchchhhht, neun, seeehn, oelf, zweeeeelf“ Absolut goldig emotion

 


Ich wünsche eine gute nacht emotionin 41 tagen bin ich in deutschland emotion


love!



 

9.11.10 22:05


london tickets, bonfire night, diwali und planänderungen in letzter minute

Die Woche

 

Jaa, was war denn diese Woche?


Erst mal ganz angenehm, dass die Schule wieder angefangen hat – ein bisschen mehr Ruheemotion


Sprachschule, Familienleben soweit alles normal… Am Mittwoch habe ich es endlich mal geschafft, meinen Pony schneiden zu lassen (war ja erst auch 5 cm unterhalb den Augen) und außerdem haben wir an diesem Tag unsere Zug Tickets nach London gebucht! emotionDas erste Wochenende im Dezember bereisen wir die Hauptstadt. Die Tickets haben nur umgerechnet 45 Euro für hin und zurück gekostet, da kommt man zu Hause nie und nimmer mit nach Berlin.


Am Mittwoch hatte ich dann zum ersten Mal einen echten Tiefpunktemotion verschiedene Aspekte sind da zusammengekommen, die mich entweder genervt oder deprimiert haben… aber zum Glück haben Max und Renée mich gut getröstet emotion Und am nächsten Tag konnte ich auch gute aufmunternde Gespräche mit Charlotte und abends meiner Familie via Skype führen. Man kann ja nicht immer grinsend und heimwehfrei jippy-rufend durchs Leben wandern.


Und dazu dann noch eine kleine Episode zum Thema „Überraschungen in letzter Minute“.


Meine Gastfamilie ist ja nun mal indischer Herkunft und hinduistischer Religionsangehörigkeit (sagt man das so? ich glaube, ja) und diesen Freitag feiern sie Diwali, das wichtigste Fest. Es fällt dieses Jahr zufällig auf den englischen Feiertag Guy Fawkes Day, auch bekannt als Bonfire Night.


Natürlich sind das beides wichtige Feste, aber das Diwali Fest hätte mich natürlich viel mehr interessiert. Meine Gastfamilie hat mir mitgeteilt, dass sie dafür bei einer Familie zum Essen eingeladen sind (die Familie von Sedarths und Meera, Haris Freunde, auf die ich auch schon des Öfteren, sogar alleine, aufgepasst habe). Also hatte ich natürlich gehofft, dass ich miteingeladen werde – hätte ich sehr schön und auch interessant gefunden. Wann geht man schon das nächste Mal auf so eine Feierlichkeit?


Ich hab also die ganze Woche gehofft, gewartet, angedeutet, dass ich nicht gerade unbedingt zum Bonfire  muss – jedoch ohne Erfolg. Das wiederum macht einem natürlich schon bewusst, dass das hier nicht die echte Familie ist, man nur irgendwo dazwischen hängt…


In Bowdon ist hier eine fette Veranstaltung zum Guy Fawkes Day, nicht gerade billig, aber eigentlich muss man ja wenigstens das mal gesehen haben. Ich wusste, dass Charlotte und Maren mit ihren Gastfamilien dahingehen, da wollte ich mich jetzt auch nicht unbedingt so zustellen… Daher war ich dann etwas planlos, mit wem ich jetzt am Freitag was machen soll^^emotion


Allerdings meinte dann Charlottes Gastmutter von sich aus, dass ich doch mit ihnen kommen sollte, was die Situation dann noch etwas änderte. Wenn ich schon nicht mit meiner Gastfamilie gehen kann (denn selbst einladen ist ja nun wirklich etwas, was man nicht tut), könnte ich wenigstens mit Charlottes Familie wo hingehen. Das war wirklich sehr nett.


Da die Tickets im Vorverkauf viel günstiger als an der Abendkasse sind, habe ich bis Donnerstagabend gewartet, also quasi bis zum letzten Moment, und mir dann immer noch etwas unmotiviert ein Ticket für das Bowdon Bonfire Fest gekauft.


Und was passiert dann Freitag Morgen? Meine Gastmutter fragt, ob ich abends schon was vorhätte, ansonsten könnte ich auch gerne mit ihnen kommen.

ERRRRGHS emotion Achso emotion


Ich meinte dann auch, dass ich das natürlich liebend gerne tun würde, aber mir dummerweise gestern ein nicht-zurückgebbares Ticket für die andere veranstaltung geholt habe. emotion 

Das tat ihr dann auch leid, sie hatte es nämlich nur verplant, die Gastgeberin zu fragen, ob ich mitkommen könne; ansonsten hätte sie mich schon eher gefragt. Und an diesem Morgen hat Sedarths Mum dann am Telefon wohl von sich aus gefragt, ob ich nicht mitkommen wolle.


Aber bitte, kann man das nicht ein bisschen eher fragen als 12 Stunden vorher??


Uma kam dann zum Glück auf die Idee, dass ich erst mit Charlotte zum Bonfire gehen könne und sie mich von da aus abholen könnte, um mich zum Diwali Dinner mitzunehmen.


Also hatte ich erst gar keine Aussicht auf eine gute Abendplanung und jetzt hab ich zu viel emotion


Und ich dacht noch so, in nem Film würden sie dich noch in letzter Minute fragen. Aber im echten Leben passiert das ja nicht; is zu unwahrscheinlich, da du da ne Woche drauf gehofft hast^^


Okay, es passiert auch im echten Leben emotion


Also gehe ich mir heute erst die Traditionen eines sehr wichtigen englischen Feiertags angucken und werde danach zu dem „indischen Weihnachten“ mitgenommen.


Geradezu bezeichnend für die zwei Kulturwelten, die ich hier kennenlerne. Und bezeichnend dafür, wie verplant meine Gastfamilie manchmal ist.





INFO


Bonfire Night


Alljährlich gibt es in verschiedenen englischen Dörfern und Städten am 5. November einen Grund zum Feiern: die „Bonfire-Night“.

Diese Tradition geht zurück ins Jahr 1605. Damals versuchte ein gewisser Guy Fawkes mit einer Gruppe Komplizen das Parlamentsgebäude in London in die Luft zu sprengen – mit insgesamt 36 Fässern voller Schwarzpulver.

Dieser Putschversuch konnte glücklicherweise noch verhindert werden.

[...]

Im Gedenken an das Scheitern dieses Putsches wird alljährlich in England die „Bonfire Night“ (Freudenfeuer-Nacht) begangen - vor allem von Anglikanern. Also Mitglieder der Anglikanischen Kirche, die in ihrer Tradition den evangelischen und katholischen Glauben vereint hat.

Überall in den Städten und Dörfern machen die Menschen Freudenfeuer und Feuerwerke und feiern damit das Misslingen des Sprengstoffanschlages auf das englische Parlament im Jahre 1605.

Diese Nacht ist für Freunde und Familien – alle sollen gemeinsam Spaß haben. Kinder und Jugendliche basteln aus alten Kleidern und Zeitungspapier ein Bildnis von Guy Fawkes und stellen dieses an die Spitze des Freudenfeuers. An manchen Nächten sind die Feuer so stark und groß, dass der Himmel hell erleuchtet ist.

Gekrönt wird diese Nacht mit zahllosen Raketen, die in den Himmel hoch schießen und in farbenfroher Pracht explodieren! 

quelle http://www.grossbritannien.de/events-und-termine/guy-fawkes-night.html


Diwali


Diwali oder Dipavali oder Divali oder Deepavali , das Lichterfest, ist ein bedeutendes mehrtägiges hinduistisches Fest in Indien und anderen vom Hinduismus geprägten Ländern, zum Beispiel im Inselstaat Mauritius, in Suriname sowie in der indischen Diaspora. Das Fest kann auf Grund seiner spirituellen sowie sozialen Bedeutung und seines fröhlichen Charakters mit Weihnachten in der westlichen Welt verglichen werden. In Nordindien ist Diwali gleichzeitig der Neujahrstag.

Für viele Hindus, besonders in Nordindien, geht es auf den Tag zurück, an dem Gott Rama mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana nach 14-jährigem Exil im Dschungel in seine Hauptstadt Ayodhya zurückkehrte, so wie es das Ramayana beschreibt. Da es dunkel war, entzündeten die Menschen Öllampen entlang seines Wegs.
Im Süden Indiens dagegen sehen die Menschen in Diwali einen Bezug zu Krishna, der einen Dämonen besiegt und sechzehntausend Frauen befreit hatte, die sich in der Gefangenschaft des Dämons befanden.

Man besucht sich gegenseitig, und beschenkt sich mit Süßigkeiten. Schon Tage vor dem Fest werden überall auf den Straßen Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet, am Feiertag selbst kracht und knallt es überall, ähnlich wie in Deutschland zu Silvester.

Wesentliches Element von Diwali sind die Lichter. Waren es ursprünglich nur kleine Öl-Lampen – in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt – sind es heute zunehmend elektrische Lichterketten, die Wohnhäuser, Geschäfte und Straßen im ganzen Land erleuchten.


quelle wikipedia







5.11.10 13:45


halloweeeeeen wochenende

Samstag

 

Vormittags war ich beim Sport und in der Bücherei, abends sollte es zwecks Halloweenparty nach Manchester gehen… erst war es (mal wieder) etwas unorganisiert, ob wir vorher noch zu wem nach Hause gehen, etc, im Endeffekt haben wir uns dann mit ca. 8 Leuten vor nem Supermarkt getroffen.

 

Wir machten uns auf den Weg zu einem Club namens „K2“ – keine Ahnung, was uns da erwartete. Das ist ja eben das Problem – wir haben keine Insiderinfos, wissen nicht so genau, welche Clubs gut sind und können uns nur auf Internetinformationen verlassen. Dementsprechend enttäuscht waren wir dann auch, dass der Club nicht wirklich voll war.. geradezu leer eher. Außerdem schien es wohl eher ein Treffpunkt für die asiatischen Bewohner der Stadt zu sein, sie waren mit 90 % klar in der Überzahl. Der Club an sich war eigentlich ganz gut gestaltet und die Musik war auch okay… Deswegen waren wir froh, dass nach und nach doch mehr Leute kamen, teilweise mit sehr skurrilen Verkleidungen, teilweise unverkleidet.

 

Achja, zum Thema Verkleidungen – ich hatte mir auf den letzten Drücker am Morgen noch einen Haarreifen mit Charlotte geholt – mit gelbem Plüsch und zwei schwarzen Spinnen drauf. Im 1 Pfund Shop :D Sah zwar weder gruselig noch stilvoll aus, aber es war ja nur noch der letzte Rest verfügbar :D Leider wurden wir auf der Straße des Öfteren mal angesprochen oder ausgelacht, weil wir eher wie die Biene Maja aussahen, aber da steht man ja drüberemotion

 

Auch wenn es so langsam voller wurde, war uns zwischendurch n bisschen langweilig und so beschloss ein Teil der Gruppe, Maren, Charlotte, An—Kathrin und ich 8also die üblichen) Manchesters Halloween Geschehen noch ein wenig ausschweifender zu erkunden. Wir liefen herum, sahen lustige verkleidete Leute, haben uns wieder von irgendwelchen Engländern zu labern lassen, ob wir deutsch seien du was wir hier machen (die meisten sind einem recht freundlich gesinnt emotion), haben in dutzende Pubs reingelugt und uns schließlich in der schon bekannten English Lounge ein Abschluss Cider gegönnt. Ein etwas planloser Abend, aber im Endeffekt ganz okay

Wir hätten halt am Anfang n besseren Club erwischen müssen.

 

 

 

Sonntag

 

So gut ausgeschlafen wie ohne Tür möglich, gegammelt, Fitnessstudio mit Charlotte, gelesen, was für die Sprachschule getan, London Besuch geplant… Eigentlich wollten wir heute Abend essen gehen, in ein Gruselrestaurant, aber das hat transporttechnisch nicht geklappt komplizierte Geschichte). Hari ist mit Uma zum Trick or treaten, er sah als Zombie Pirat verkleidet immer noch goldig aus.

 

Naja, das Wochenende war also eigentlich eher unspektakulär, Pläne wurden oft ungeschmissen… Aber dafür hatte ich ja ne ereignisreiche Wocheemotion

31.10.10 21:17


ferien, science, bowling, picknick, spielplatz und der gute alte tutanchamun

Montag

 

… hab ich eigentlich nur zu Hause gegammelt, Hari und Uma waren bei einem Schulfreud von Hari zum „Playdate“ waren. War ja auch noch ein bisschen groggy  emotion


Die Woche wird denke ich ganz entspannt, da meine Gastmutter komplett frei hat! Ich bin nicht mehr die Allein-Unterhalterinemotion

 


Dienstag


War mit Hari und Uma bei einem Event vom Science Festival in Manchester. Wir haben  einem Museum ca. 20 Meilen weit weg besucht; es gab viel zu entdecken. Direkt am Anfang trafen wir 2 Schulkameraden von im plus deren Eltern. Haben alle zusammen eine „Spooky Science“ Show besucht und eine Art Schnitzeljagd, um Buchstaben einer geheimen Botschaft zu finden, durch das Museum zurückgelegt. Der Abend bestand aus gechilltem Uno Spielen (mal zu dritt), fernsehgucken, etc.

 


Mittwoch


Großes Tagesprogramm: Hari muss zum Friseur, danach sind wir zu einem Park mit großem Spielplatz gefahren (also Uma, Hari und ich). Im Anschluss hatte Hari personalisiertes Einzelschwimmtraining, um seine Angst vorm Wasser und Schwimmenlernen zu überwinden. Er Macht bei diesem Wochenintensivkurs schon Fortschritte, muss ich sagen.


Danach gings ab ins Trafford Center – dem Shoppingtempel hier schlechthin. Etwa doppelt so groß wie der Limbecker Platz (so kam es mir vor), eine Million Shops, eine kirmesartige Vergnügungsmeile und ein ganzer überdachter Stadtteil von Restaurants, nach Nationalität geordnet.


Nachdem Uma und Hari auf dem Autoscooter waren, gingen wir Bowlen – war ich so richtig noch nie. Kenn nur Kegeln :D Hab aber gewonnen Jippy emotion


Danach sind wir durch die Shops gewandert, damit ich mal einen Überblick von dem Center bekomme. Natürlich bekam Hari irgendwann Hunger und wurde quengelig, sodass wir in ein Restaurant einkehrten, dass chinesische, japanische, indische und was auch immer für ne Küche verband. Ich hab Nudeln mit Gemüse und Ente in süß sauer Soße gegessen emotion 


Da das Center und die Shops anscheinend bis 11 Uhr abends auf haben, schlenderten wir danach noch weiter… Waren erst kurz nach 10 zu Hause. Hari immer noch nicht müde. Woher nimmt er die ganze Energie? emotion

 


Donnerstag

 

Morgens kamen ein paar Leute vorbei, um zu checken, wie das Haus aussieht (es ist ja gemietet und wir ziehen bald aus). Also war noch schnell Aufräumen und alles in die Ecken stopfen angesagt (habe ich schon mal erwähnt, dass meine Familie nicht gerade die ordentlichste ist? :D). Gleichzeitig kam noch Sedarths Mum vorbei und hat ihn und seine Schwester Meera vorbeigebracht; da anscheinend heute beide Eltern zu nem wichtigen Termin mussten und niemand nach den Kindern schauen kann. War etwas chaotisch, Hari hatte noch nicht mal gefrühstückt, als die Hauskontrolleure (die auch noch ihr eigenes Kind mitbrachten oO) und sein Schulfreund+Schwester ankamen. Naja. Perfektion wäre ja auch langweiligemotion


Wir sind dann auch zu 5t los, Richtung „Antz in your Pantz“. Dieses Indoorspielcenter mit dem klangvollen Namen beherbergte Kletterburgen, Bällebäder, Rutschen, eine goKart und eine Rollschuhbahn. Und zehntausend schreiende Kinder und pommesessende Eltern. Das Paradies auf Erden Natürlich gab es dann auch ein „big drama“, als wir „schon“ nach anderthalb Stunden gehen sollten. Zur Entschädigung gab es dann Sandwiches auf einem Spielplatz, quasi picknicken. Hari, Sedarth und Meera durften dann noch etwas schaukeln, klettern und wippen (Jasmin durfte derweil Schaukeln anschubsen und Kinder auf Klettergerüste heben).


Es wurde dann allerding etwas dunkel am Himmel, sodass wir schnell wieder nach Hause gefahren sind. Uma hat die beiden Geschwister wieder zu Hause abgeliefert und ist dann mit Hari zum Schwimmen gefahren. Tiefpunkt des Tages: Ihr iphone wurde ihr da wohl in der Umkleide geklaut, als sie sich einmal für 10 Sekunden weggedreht hat, um Haris Haare trocken zu rubbeln. Das tat mir so leid emotionemotionemotion Nicht nur, dass das Ding teuer ist; sie hatte ihre ganzen Nummern, Kalendereinträge, Fotos etc nicht gesichert… Sie hatte eigentlich alles mit dem Ding gemacht… Arks. Sowas blödes.


Da kam mir die Tatsache, dass ich heute umsonst zur Bücherei gelatscht bin, weil die die Öffnungs bzw. Schließungszeiten nicht vernünftig im Internet aktualisieren können, wirklich sehr unbedeutend vor. Hat jemand ein iphone übrig, dass ich meiner Gastmutter schenken kann?


Ich hab den Tag dann mit Diskussionen über die Dreistigkeit der Menschheit, Jasmin Tee und Bewerbungen schreiben verbracht.

 


Freitag

 

Nachdem Meera und Sedarth heute hier wieder abgeliefert wurden, wurde über das Tagesprogramm abgestimmt. Legoland Discovery Center und Tutanchamun Museum Besuch standen auf dem Programm.


Das ägyptische Museum / die Ausstellung war total interessant… Das gibt’s wohl auch in Köln… äußerst empfehlenswert! Goldene Masken und Särge, alte Zeichnungen, aufwändige Videoinstallationen, eine komplett nachgebildete Grabkammer… Wir liefen die ganze zeit mit so nem Audioguide rum, der gut erklärt hat. Man verstand endlich mal, was einige Zeichnungen zu bedeuten haben.


Abends sind meine Gasteltern essen gegangen und ich „musste“ babysitten. Ich wär eh zu Hause geblieben, und da die am Wochenende jetzt das erste Mal ausgegangen sind, seitdem ich da bin, gaaar kein Problem. Manche Au Pairs müssen halt fast jeden Samstag zu Hause blieben und müssen einem dann mal  desöfteren für Wochenendplanungen absagen; das ist schon blöd für sie. Ich hab da echt Glückemotion


Hab die Zeit, nachdem Hari im Bett war, zum Ausgiebigem sykpen mit Max und Nina genutzt.emotion

30.10.10 11:18


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